Die Belohnungsstrategie

Die letzten Monate sind für mich die spannendsten meiner glorreichen Studienkarriere. Der Abschluss ist in Sicht. Und ich habe mich so gut kennen gelernt wie nie zuvor 🙂

Alle Studenten werden jetzt wissen, was ich meine. Es ist stressig, aber eher mental. Man wird mit Ängsten konfrontiert, die einen teilweise den ganzen Tag nicht verlassen und wenn man dann zusätzlich arbeitet, dann ist es ein einziger „Überlebenskampf“. Obwohl ich nicht mehr ganz so jung bin, schaffe ich es nicht cool damit umzugehen. Ich lebe also grade in meiner eigenen Welt. Andere haben da keinen Platz.“Es ist ja bald vorbei“, sage ich mir und vertraue auf meine lieben Freunde und Familie.

Ich schätze rückblickend wird es mir wie ein Klacks vorkommen. Darauf freue ich mich. Dann geht das Leben so richtig los.

Um mich selbst zu motivieren suche ich mir immer Ziele; das sind dann Ereignisse oder Unternehmungen, die ich mir als Belohnung gönne. Und bis dahin ziehe ich es durch. Über die Jahre hat sich das für mich als Person, die gerne 1000 Projekte auf einmal hat (auch neben Uni und Hauptjob) und wirklich schlecht nein sagen kann (Memo an mich: Nein-Sagen trainieren) als super Strategie herausgestellt. Ich funktioniere also nach dem Belohnungsprinzip 😀 Auch das ist ok.

Hier also ein paar Motivations-Ideen:

(Die Spruch geht dann „Wenn ich in der Woche richtig reinhaue / diesen oder jenen Abschnitt fertig schreibe, dann kann ich ohne schlechtes Gewissen…“ – Wähle eins.)

  1. Blogeinträge schreiben
  2. Laufen gehen
  3. das Wochenende entspannen; daraus ergibt sich dann:
  1. Malen
  2. Musik hören und dabei aufräumen (woohoo, ja das kann sehr entspannend sein)
  3. Eine Gesichtsmaske einlegen
  4. Ins Kino gehen
  5. Kochen bzw. auch mal einen Smoothie zubereiten
  6. Zum Wald fahren und spazieren gehen

Belohnungen können wirklich alles sein. Wichtig ist nur, dass es festgelegte Zeitspannen sind, in denen ich mir vornehme (in meinem Fall) Text fertig zu bekommen und dafür belohne ich mich anschließend direkt. Hab auch festgestellt, das je kleiner die Arbeitspakete sind, desto besser ich mich fühle, weil dann der Druck nicht zu groß wird 🙂

Würde mich sehr über weitere Belohnungsideen von euch freuen.

Danke fürs mitlesen. Hoffe Ihr habt noch einen schönen Tag oder Abend.

 

PS: Das Foto zeigt Südjutland und meinen leicht erhöhten Blutdruck, passend zur Abschlussphase

🙂

Euer Strandmädchen

 

 

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Wie werden Haare wieder gesund?

Hallo Liebe Leser,

Da ich das letzte Jahr recht emotional abgeschlossen habe, möchte ich zu einem Projekt zurückkommen, welches ich letztes Jahr aus einer Notlage heraus gestartet habe. Ich habe in dem Blogeintrag Öle, Holz-Haarbürste und zurück zum Dänen darüber gesprochen, dass meine Haare sehr ausfallen und im Ganzen total ungesund geworden sind. Sie brechen an einigen Stellen einfach ab und das machte mir damals totale Sorgen.

Daraufhin startete ich also das Projekt „Haare retten“. Ich recherchierte und fand heraus, dass u. a. die Verwendung von Naturholz-Haarbürsten und Ölen im Haar das Rezept für starkes und glanzvolles Haar seien. Nun denn.

Ich mir erstmal mehrere (ja, ich konnte mich nichtmal wieder nicht entscheiden) Holzhaarbürsten gekauft und Öle bestellt. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir das vorher nicht in den Sinn gekommen wäre, weder das eine noch das andere zu benutzen. Für mich gehörte es in die Kategorie „Bioperson“ (was auch immer ich mir dabei gedacht habe).

Es sind mittlerweile ein paar Monate vergangen, in denen ich eine Art Routine entwickelt habe mit dem es meinen Haaren wirklich gut zu gehen scheint.

Um eines vorweg zu nehmen. Es kostete mich keinen Extraaufwand oder Zeit, was immer ein plus ist.

Hier kommen die Schritte:

  1. Ich kämme mir die Haare nur noch wenn es wirklich sein muss (d.h. am We kämme ich sie mir morgens, wenns hochkommt, und das wars)
  2. Ich kämme mir die Haare nur noch mit der Holzhaarbürste
  3. Ich habe mir einen Sprühbehälter besorgt und befülle ihn mit 3/4 Trinkwasser und fülle den Rest auf mit Arganöl und Jojobaöl (beide 100% kaltgepresst, Bio-Quali), dann mische ich diese Flüssigkeit und sprühe sie mir bei jeglicher Gelegenheit (nach dem Haare waschen und zwischendurch) in die Spitzen, bzw. in das untere Drittel der Haare. Man bekommt schnell ein Gefühl für die Menge.
  4. Ich wasche sie nur noch 2 mal in der Woche (ja, ich habe es geschafft von mindestens alle zwei Tage auf 2 x die Woche zu reduzieren, wooho 🙂 )
  5. Insgesamt verwende ich ganz selten Zopfgummis- Spangen tuen es auch
  6. Nachts klemme ich mir die Haare nur noch mit einer Spange auf den Oberkopf

Was ist das Ergebnis davon?

  • Meine trockenen Haare lieben die Feuchtigkeit, die es ihnen spendet
  • sie wachsen wieder viel schneller nach
  • sie fühlen sich wieder fülliger an
  • sie sehen gesünder aus
  • sie fielen zwischenzeitlich nicht mehr aus (Stand heute: ich hatte heute morgen ein paar Haare in der Bürste)

Ich hoffe die Tipps helfen Euch, falls ihr ähnliche Probleme mit euren Haaren habt. Es kann wirklich frustrierend sein und deshalb geht nichts dran vorbei als es anzupacken 🙂

Fragen könnt ihr gerne in die Kommentare stellen.

Drücker

Euer Strandmädchen

Hochsensibilität und Jahreswechselblues

Hallo Ihr Lieben, heute möchte ich mich nur kurz melden. Und es soll kurz um das Thema positive (oder eben nicht) Blogeinträge gehen. Für gewöhnlich schreibe ich einfach drauf los. Ich habe keinen roten Faden, dem ich folge und versuche nicht absichtlich positiv zu schreiben.

Alles, was mich bewegt soll hier verewigt werden. Ohne Sinn und Verstand. Oder so ähnlich.

Und so kann es sein, dass dieser Blog so im Ganzen nicht unbedingt ein Positiver wird. Oder so scheint. Ich als Person bin recht positiv. Aber ich bin auch eine Denkerin. Und Denker werden sehr schnell mit unglücklich oder traurig gleich gesetzt. Das ist es aber nicht. Es ist mehr eine kritische Auseinandersetzung mit sich selber und dem Leben, der Liebe, Beziehung und allem, was einem so begegnet. Und wenn man dann auch noch hochsensibel ist (Nein, das ist keine Krankheit ;), dann fühlt man sich selber schon manchmal wie ein kleiner Aussenseiter, selbst zwischen Freunden und Bekannten/ Kollegen. Wenn Dir das auch passiert, dann solltest du wissen, dass es ganz normal ist und es vielen anderen auch so geht.

Schon vor ein paar Jahren fing ich an mich mit dem Begriff Hochsensibilität auseinander zu setzen und wieso ich es nie schaffte Leichtigkeit in meine Gedanken zu bringen. ich arbeite dran. Falls Ihr meine Gedanken dazu lesen wollt, dann lasst es mich wissen, denn es betrifft mehr Menschen, als man immer glaubt.

Kommen wir noch schnell zu etwas mehr oberflächigem. Ihr fragt Euch bestimmt schon, wie es mit dem Dänen weiter gegangen ist? Seit dem Julefrokost haben wir uns nicht mehr wieder gesehen, weil wir jeweils eigene Pläne hatten. Die Weihnachtstage und Neujahr verbringen wir nicht zusammen und auch im neuen Jahr steht direkt ein neues Projekt an. Mich quält also die Frage, ob mein Herz das überhaupt möchte.

Fernbeziehung oder auch die Kennenlernphase über eine gewisse Entfernung hinweg kann schon sehr einnehmend sein. Die Gedanken kreisen im Alltag oftmals darum. Ich bin abgelenkt. Ich bin abgelenkt bedeutet, dass ich nicht ich selbst bin. Etwas durch den Wind. Jetzt grade sollte ich auch eher an meiner Masterarbeit grübeln. Im Gegensatz grübel ich über grübel ich über alles andere nach. Denn die Entfernung ist da und wir müssen alles auf die wenigen Wochenenden eingrenzen, die wir haben. Und zwischendurch gibt es Missverständnisse á la er meldet sich zu selten, er meldet sich zu oft, „warum will er so spät noch telefonieren?!“..“ich bin so müde und möchte nur ins Bett“…“was macht er wohl grade?“..“vermisst er mich?“. „Er denkt ja gar nicht an mich“..blabliblub..einfach Unsinnig und Zeitverschwendung. Und beschweren möchte ich mich auch gar nicht. Ich möchte es eher mit Euch teilen. Er ist wirklich ein toller.

Es kommt mir immer wieder der  Gedanke, dass ich doch die Wahl habe. ICH kann mir aussuchen, ob ich mich mit einer Fernbeziehung (Ich sage mal der Einfachheit halber wegen Beziehung, obwohl es sich eher wie die Kennenlernphase anfühlt) wohl fühle und abfinde.

Und das sollte ich langsam mal auf die Reihe bekommen und entscheiden. Denn es steht ein Jahreswechsel vor der Tür. Und wie die meisten möchte auch ich mein Jahr im guten abschließen und möglichst keine Altlasten mit in 2017 mitnehmen..

Wir werden sehen wie gut das klappt. Ich habe das Gefühl, dass es  bei Euch besser klappen wird als bei mir..

Ich werde berichten.

Schöne Weihnachtstage

Euer Strandmädchen

Julefrokost und Selbstfindung

Der Vollständigkeit halber erzähle ich heute wie das Julefrokost am letzten Wochenende war.

Das Ganze fand in Südjütland in einem kleinen Ort statt, es gab viele dänische Leckereien zu essen, gute Getränke, Kerzen und viele Kinder.

Alles fand im Haus seines Bruders und seiner Freundin statt. 18 Gäste sollen es werden plus Babies. Darauf komme ich später noch zu sprechen, denn an diesem Abend waren reichlich Babies vorhanden.

Als wir gegen 10:00h dort ankamen (um bei den Vorbereitungen zu helfen) stand der besagte Bruder anscheinend schon ein paar Stündchen in der Küche, denn es war alles gut vorbereitet. Mich sollte das nicht stören, da ich eh nicht so gerne in fremden Küchen arbeite. Wir kümmerten uns also um den Tisch, die Tischdeko und darum gute Stimmung zu verbreiten. Wir frühstückten gemeinsam und ganz entspannt. Sprachen über die perfekte Temperatur von Wasser, die auf den frisch gemahlenen Kaffee gegossen werden sollte. Soweit ich mich erinnere irgendwas zwischen 85°C und 90°C. Ich kann mich aber auch irren. Ich bin da nicht so perfektionistisch.

Auch so eine Sache, die mir immer wieder in Dänemark begegnet. Die Dänen machen das, was sie tun sehr perfektionistisch. Sorry für die Verallgemeinerung liebe mitlesenden Dänen, aber natürlich spreche ich aus meiner subjektiven Erfahrung mit den Menschen, denen ich begegne. Ich bin mir ganz sicher, dass es da auch ganz andere Exemplare gibt. Und mein Zusatz dazu ist, dass er unglaublich entspannt gewesen ist dafür, dass in 2 Stunden so viele Gäste vorbei kommen würden.

Kommen wir zu den Speisen. Viele der Speisen waren kalte (meist eingelegte) Fischspezialitäten, oder Kleinigkeiten, die später als Vorspeise auf das Brot gelegt werden würden. Es gab Würsten und warmen Kohlsalat. Als Suppe gab es Spargelsuppe, die in kleinen Mürbeteigtörtchen-Böden serviert wurde., deren Name ungefähr eine Millionen Mal von allen beteiligten wiederholt wurde, und jetzt alle: „Tarteletter“ (es wird ausgesprochen wie im Deutschen, mit dem Unterschied, dass wir „tt“ als „dd“ aussprechen;)) Als warme Hauptspeise gab es einen Krustenbraten. Zwischendurch immer wieder Fischkleinigkeiten. Ich kann mich noch an eine Leberspeise, die super lecker war erinnern. Als Aperitiv gab es Asti-Sekt für die Mädels. Die Männer tranken Bier. Weiter gab es mehrere Softdrinks in Dosen (J). Später natürlich Spirituosen. Wir begannen mit Aquavit. In Deutschland wohl eher ein Altherrengetränk. Es gab Brandy und gegen späten Abend dann den besten Irish Coffee, den ich bisher getrunken habe.

Auf die 18 Erwachsenen kamen 5 Babies unter fünf Monaten, wobei eines grade mal eine Woche alt war. Und ja es ist ein FreundeskreisJ Und ja sie beschwören alle, sie hätten sich nicht abgesprochen. Ob man das glauben kann… Eine weitere Kleine, die grade laufen konnte lief auch noch herum. Und ich ließ mir sagen, dass einige Geschwisterchen zu Hause bei den Großeltern geblieben sind. Ich muss sagen, dass es sich eigenartig angefühlt hat, dass ungefähr jeder auf dieser Feier egal ob gleichen Alters oder jünger schon Kinder hatte. Naja es war nicht jeder. Mein Däne hatte ja auch keine Kinder und ein weiterer Freund auch nicht. Aber das wars. Das waren viele junge Familien. Auffällig war, dass 2/3 nicht verheiratet waren. Und das ist ohne Wertung.

Es war ein schöner Abend. Das kann ich sagen. Und je später der Abend desto besser die Gespräche…für mich als Nicht-Dänin.

Obwohl ich überhaupt kein Problem damit habe die Leute einfach auf Englisch anzusprechen oder zu versuchen Gespräche aufzubauen, war es sehr schwer auch von der Gegenseite Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich würde meinen, dass jeder auf so einer Feier auch ein bisschen Aufmerksamkeit abbekommen möchte, zur Gruppe gehören möchte. Und vor allem wären das die Menschen, mit denen ich in Zukunft viel zu tun haben würde, falls ich mich für ein Leben mit dem Dänen entscheiden würde. Ich versuchte locker zu bleiben. Und zur Info, es waren zwei Paare dabei, die ich absolut gerne habe und schön öfter getroffen habe. Ich wollte nur gerne die anderen besser kennen lernen. Und ich muss sagen, dass es wie so oft einfacher war mit den Männern ins Gespräch zu kommen. Die Mädels gluckten schon sehr zusammen.

Ich hatte also immer einen Drink in der Hand und genoss das gute Essen. Weiter versuchte ich Gespräche zu verstehen (was sehr schwer war, da ein paar Mädels ursprünglich aus der nähe von Sønderborg kamen und lau den anderen einen Akzent hatten.) Vieles drehte sich tatsächlich um Personen, die ich nicht kannte, Babyangelegenheiten, Mamiangelegenheiten- da kann ich sowieso nicht mitreden. Das bleib mir also erspart.

Und ich hatte meinen Dänen. Der war vielleicht süß. Er ist in solchen interkulturellen Situationen immer wie mein Fels in der Brandung. Entschuldigt die kitschige Phrase, aber für ihn scheint es das Normalste auf der Welt zu sein inmitten seiner Freunde Gespräche auf Englisch anzufangen, damit ich mich beteiligen kann. Ich weiß aus Erfahrung, dass es mir schon schwer fällt mit meinen Freunden Englisch zu sprechen, wenn er da ist. Einfach weil sie es nicht gewohnt sind. Aber er spricht auf der Arbeit viel Englisch und ganz Dänemark ist so viel besser wenn es um das Englischsprechen geht. Oder er ist einfach nur ein cooles Stück Persönchen.

So zurück zum Geschehen. Ich muss sagen, dass ich eine totale Veränderung in ihm sehen kann und bin total gespannt wohin mich die Reise noch führen wird.

Was ich von diesem Abend mitgenommen habe ist Folgendes:

Es ist schön Traditionen zu haben.

Ich möchte mehr auf meine Traditionen achten. Weiter muss ich nicht mit jedem Super-duper-gut befreundet sein. Das ist nichts Neues, wurde mir aber wieder klar. Und ich bin auf einem guten Weg. Denn vor fünf Jahren wäre ich wahrscheinlich traurig aus dem Abend gegangen, weil meine Vorstellungen nicht erfüllt wurden. Und ich hätte wahrscheinlich meine Unzufriedenheit an ihm ausgelassen. Nicht maßiv, aber so wie wir Mädels es halt machen. Eher unterbewusst.

Es ist wichtiger ich selbst zu sein.

D.h. wenn ich mal gröberen Humor habe oder ich eine andere Meinung habe dann ist das ok. Und wenn es mir schnuppe ist, wie heiß das Wasser, dass über den Kaffee oder Tee kommt, ist dann ist das auch so. Ich muss meine eigene Persönlichkeit nicht zurück nehmen. Liebe teste ich mein Ich-sein jetzt noch ein bisschen aus, solange ich jung genug bin.

Mich würde jetzt interessieren, ob ihr auch so viele jungen dänischen Familien kennt, die nicht verheiratet sin? Vielleicht ist es ja eine Ausnahme in diesem Freundeskreis.

Ich hoffe ihr habt alle eine schöne Adventszeit. Zündet Sonntags ein Lichtlein an und versuch Dir Zeit für Dich selber zu nehmen. So mache ich es immer. Wenigstens am Sonntag.

Euer Strandmädchen

 

PS: Die Fotos vom Julefrokost sind nichts geworden, deshalb seht Ihr passenderweise ein Foto von Rømø von meinem runterkomm-Sonntag.

 

 

 

Julefrokost

Ich melde mich zurück mit aufregenden und spannenden Geschichten aus dem Leben. Nicht wirklich, aber ich melde mich zurück mit Geschichten über den Dänen und Co. Dieses Wochenende bin ich zu einem dänischen Weihnachtsessen eingeladen. Julefrokost nennen die Dänen ihr traditionelles und kuscheliges Treffen mit Familie und/ oder Freunden. Ich möchte das zum Anlass nehmen darüber zu erzählen, denn es ist jetzt schon mein zweites Weihnachtsessen in Dänemark.

Das erste Mal ist jetzt ein Jahr her. Ich wurde von netten Kollegen nach Aarhus eingeladen um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Überall hörte man, dass dieses Julefrokost ausgiebig zelebriert werde. Außerdem sei es sehr schwer als nicht-Däne eingeladen zu werden, da nur die engsten Freunde und Familie zum Weihnachtsfeierzauber eingeladen wurden. Umso mehr freute ich mich über die Einladung. Bekannt waren mir nur die Gastgeber. Wir kamen alle gebürtig aus unterschiedlichen Ländern, Litauen, Polen und Deutschland. Und die Gastgeber waren riesige Weihnachtsfans. Es gab eigens zubereiteten Truthahn (ich weiß nicht, ob der Truthahn typisch dafür ist;)) mit dänischen Kartoffeln, viele Fischkleinigkeiten und Nachtisch. Die Kerzen brannten überall lichterloh, wie es sich traditionell gehörte und wir schlürften Hamburger Glühwein, den ich mitgebracht hatte. Im Gegensatz zum dänischen Glögg kommt in den Glühwein noch zusätzlich ein Schuss Rum. Das gefiel allen Anwesenden. Sie kannten es nicht. Es roch so wunderbar weihnachtlich, das Essen, der Rum, der Glühwein, interessante Gespräche. Ihr kennt diese unvergesslichen kuscheligen Abende. So einer war es. Sie werden leider bei mir immer seltener, da andere Dinge im Vordergrund sind. Scheinbar wichtigere Dinge wie to-do Listen abarbeiten und Zielen nachjagen. Leider.

Und morgen steht nun mein zweites Julefrokost an. Diesmal werde ich die einzige nicht-Dänin sein. Das macht mir nichts, noch nicht. Etwas Aufregung schwingt bei mir jedoch immer mit. Vielleicht wird es wieder einer dieser netten Abende. Vielleicht werde ich aber auch keinen zum reden haben. Was, wenn alle dänisch reden und ich einfach nichts verstehe? Wir werden sehen. Mit dem Dänen kann ich reden. Wieso also der Stress? Ich werde von meinen Eindrücken berichten.

Euer Strandmädchen

Lieblingspulli und Selbstbild

Ich möchte Euch meinen liebsten Wollpullover zeigen. Ich habe ihn Anfang diesen Jahres, als es schon fast wieder warm wurde im Sale ergattert. Bei H&M. Und er war spottbillig. Dafür fühlt er sich einfach nur kuschlig an. Wie eine Wolke. Und er hat meiner Meinung nach eine besonders schöne Farbe. Ihr könnt es auf dem Bild sehen. Eine Mischung zwischen grau und weiß und etwas blau. So schön. Deshalb habe ich ihn mir dann gleich ein zweites Mal bestellt.

Die Temperaturen werden derzeit kälter und ich kann ihn bzw. sie (beide) jetzt endlich richtig tragen, draußen.

Zusätzlich verdeckt er aufgrund seiner Oversized-Länge (er ist riesig) einen Großteil meines Körpers. Einerseits ist das super, da ich speziell im Winter viel mehr Süßkram esse und generell auf mehr Deftiges stehe (ich liebe deftige selbstgekochte Suppen) und diese bekanntlich schneller ansetzen. Andererseits neige ich so auch dazu, gar nicht auf meine Figur zu achten. „Der Pulli verdeckt ja eh alle Kurven“. Einen Freund habe ich auch nicht, der regelmäßig meine Figur sieht. Aber ist das nicht ein riesengroßer Trugschluss. Erst vor kurzem erzählte mir ein Freund, wie manche Frauen, speziell die Singel-Ladies über 40 sich seiner Meinung nach gehen ließen. Schlabberklamotten, ungepflegte Haare- „wie soll sie dann so jemanden finden?!“ sagte er aufgebraust. Aber wenn ich ehrlich bin, dann kann ich mich hier irgendwie sehen. Manchmal wenigstens.

Müsste ich nicht genauso für mich selber gut aussehen wollen? Ja. Hundert Prozentig sogar. ich möchte mich wohlfühlen in meinem kuscheligen riesengroßen Pulli und in meiner Haut. Und das war auch immer schon so. Auch zu Zeiten meiner langjährigen Beziehung. Und meiner Meinung nach gibt es nichts attraktiveres, als einen Partner, der sich gut um seinen eigenen Körper kümmert und intrinsisch (aus sich selbst heraus) motiviert ist etwas für Körper und Geist zu tuen. Wie beispielsweise Sport oder hier und da sich für das gesündere Essen zu Entscheiden. Man muss an dieser Stelle auch keine weltbewegenden Veränderungen in die Wege leiten. Einfach ab und zu die bessere Wahl treffen.

Und das bedeutet, dass ich mich ab jetzt Abends nicht mehr auf die Couch lege, sondern wieder mehr kleine Zu-Hause Workouts einschieben werde. Ich habe da ein paar super tolle (und kurze ;)) HIT Trainings, die ich mache. Und laufen steht auch auf der Liste, jedoch stört mich sehr diese Kälte und Dunkelheit an Hamburgs Abenden.

Ihr könnt gerne mitmachen. Denn zusammen macht alles bekanntlich mehr Spaß.

Ich werde berichten, wie es läuft. Vielleicht gehen dann auch bald die Nacken- und Kopfschmerzen wieder mal weg.

 

Euer Strandmädchen

 

Öle, Holz-Haarbürste und zurück zum Dänen

Es ist so schön, dass es wieder eine neue Leserin gib. Hallo Nordseekrabbeblog, ich hoffe du amüsierst Dich in unserer kleinen Runde.

Mittlerweile stehen Arganöl und Jojobaöl in meinem Badezimmerschrank. Als ich das DHL Päckchen öffnete (Ich habe etwas recherchiert, was Merkmale von guten Ölen sein müssen, wie z.B. „kaltgepresst“ und die beiden Fläschchen über Amazon bestellt) musste ich einfach nur schmunzeln, denn ich hatte 18 Euro in zwei Handflächen große Fläschchen investiert.

Das nenn ich mal ne Investition.

Natürlich war mir nicht bewusst, wie klein die Öle ausfallen. Seitdem tröste ich mich mit dem Argument, dass ich jedes Mal ja nur ein Haselnuß großen Tropen benutze und sie mir ewig halten werden. Mission „Haare retten“ kann somit los gehen.

Und bisher läufts. Ich tue mir immer etwas auf die Hand, verreibe es und dann knete ich die Hände in die unteren 2/3 meiner Haare. Und so laufe ich dann rum. Einen Eigengeruch haben die Öle zum Glück nicht wirklich.

Das Jojobaöl lässt die Haare schon glänzen und das Arganöl ist für mein gutes Gewissen. Langfristig hat es jedoch die Eigenschaft das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Und das große Wunder ist passiert, nachdem ich eines Abends auf die glorreiche Idee gekommen bin, mein gesamtes Kopfhaar mit Arganöl einzuschmieren, Handtuch aufs Kopfkissen und am nächsten Morgen auswaschen. Wieder ne Sauerei (Bezug zu Knobi im Haar), aber seitdem glänzen die Haare wunderbar. Bisher fetten sie auch nicht schneller nach. Das werde ich wiederholen.

Meine erste Einschätzung: Die Haare sehen absolut nicht mehr so spröde und trocken aus, wie vorher. Das kann natürlich täuschen. Die Langzeitwirkung bleibt abzuwarten.

Eine weitere Wunderwaffe sollen Holzhaarbürsten sein. Habe ich gelesen. Ich also in den nächsten Drogeriemarkt gelatscht und mir eine Holzhaarbürste gekauft. Ich habe um die 10 Euro ausgegeben.

Früher wusste ich nie etwas damit anzufangen. Das Holz hat die Eigenschaft, das gesunde Fett unserer Kopfhaut einzusaugen und somit kann man im besten Fall die Haarwäsche nach hinten verschieben, da das Haar länger frisch aussieht. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Steifheit der Bürsten viel weniger Haare raus gerissen werden. Das möchte ich. Der Test geht weiter.

Dieser Post war nun doch sehr Beauty-lastig. Nächstes Mal erzähle ich wieder mehr aus dem Nähkästchen. Der Däne ist noch im Spiel. Räumliche Entfernung zueinander kann manchmal sehr nerven und manchmal auch etwas Gutes sein. Wie immer ist es  eine Ansichtssache und hat sehr viel mit der inneren Einstellung zu tun. Meiner Meinung nach.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Fernbeziehungen bzw. Kennenlernphasen zwischen Kulturen oder Ländern hinter Euch? Ich finde, dass kann es sehr spannend und Besonders machen.

Ich freu mich über ein Like, dann weiß ich, dass jemand mitliest..

Grützi aus dem kalten Hamburg

 

Euer Standmädchen

 

Graue Haare und Knobi im Haar

Da bin ich wieder. Ein kurzer Nachtrag vom letzten Geburtstags-Blogeintrag: Die Geburtstagssause war schöner als gedacht und zog sich letztendlich über mehrere Tage. Geschenke gab es reichlich, aber viel schöner waren Freunde und Familie, die sich um mich herum tummelten und mir die Tage versüßt haben. Ich bin nämlich eine von denen, die ganz melancholisch wird am eigenen Geburtstag und hinterher überrascht ist, wie viel Liebe und Gedanken von Freunden und Familie auf mich schwappt.

Der neue Mann, den ich in letzter Zeit sehe hat sich dagegen nicht sehr mit Geburtstags-Überraschungs-Ruhm bekleckert. Gratuliert wurde, aber alles andere, was man sich so am Anfang einer Kennenlern-Phase wünscht, fiel aus. Vielleicht sind die Dänen so. Ich schiebe sowas dann gerne mal auf die unterschiedlichen Kulturen. Ist einfacher, muss aber nicht richtig sein.

Es soll aber heute um einen Gedankenblitz gehen, den ich gestern im Auto hatte. Graue Haare.

Ich merke, dass immer mal wieder ein oder mehrere graue Haare durch blitzen.  Jedes Mal, gibt es einen kurzen Stromschlag im Bauch „aaah, ich werde alt“. Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige mit grauen Haaren mit 29, aber in meiner Umgebung redet NIEMAND darüber.

Ist es nur ein Tabu-Thema oder bin ich recht früh dran?

Ich weiß noch nicht genau, wie ich damit umgehen werde. Grade versuche ich die Haare nicht zu sehr mit Hitze und Produkten zu belasten und dementsprechend würde ich gerne einmal Haare Färben nach hinten schieben. Aber lässt es mich dann gleich ungepflegt für meine Umgebung erscheinen? Was meint ihr? Das ist dann wohl eine Entscheidung zum nach hinten schieben.

Ich habe auf jeden Fall für das ich nenne es mal „Projekt Haare retten“ ein paar Öle bestellt.

Arganöl und Jojobaöl.

Soll gut sein habe ich gelesen und mir von der Friseurin bestätigen lassen. Ausprobieren ist jedoch meine Devise. Einen weiteren Tip habe ich bereits umgesetzt „presse Knoblauch aus und schmiere Dir die Knobimasse über Nacht in die Haare“ oder „benutz Knoblauch-Schampoo; in Indien ist das ganz normal“. Ich schlief also mit Knobi in den Haaren. Das war vllt. ne Sauerei. Der Geruch ist nach ner Weile ganz geil. Wie Knobi-Pizza. In deinen Haaren. Die Wunderkur war das verständlicherweise nach nur einem Versuch leider nicht. Dazu gerne an anderer Stelle mehr.

Ein lustiger Gedanke dazu war außerdem „hätte ich mal so lange wie möglich meine Naturhaarfarbe getragen“. Ich denke, dass ist auch das Leben. Wir werden schlauer…wenn es eigentlich schon zu spät ist. Spaß muss sein. Leben genießen auch.

In dem Sinne bis bald

 

Euer Strandmädchen

 

 

No.2

Juhu, olé, wowowowow diese und weitere Jubeleien spielten sich in meinem Kopf ab, als ich merkte, hier liest jemand mit. Die Brieftaube ist gelandet. Seppo und unserlebenmitemily haben sogar fix den Like-Button betätigt. Habe mich bei beiden durchgelesen, mich sehr amüsiert und dann den Faden verloren. Verlinken würde ich gerne, kann ich aber noch nicht. Also mache ich jetzt hier mal weiter. Wo die Reise hingeht wird sich zeigen. Ein Konzept gibt es nicht.

Wo fangen wir mal an? Vielleicht mit einem „Gedanken des Tages“. Heute ist ein schöner Tag, nur nicht für mich. Das Wetter ist selten konstant in Hamburg, Menschen bewegen sich, einen Tagesplan habe ich auch. Also alles perfecto, oder was denkt Ihr?

Wo liegt also das Problem?

Es ist mein Ehrentag. Ja Geburtstag, oder auch Tag, an dem 363 Facebook-Freunde  für eine Sekunde merken, dass es Dich noch gibt. Das ist knapp vor der 30er stehe, hatte ich ja schon im ersten Post erwähnt. Nicht schön, sag ich Euch. Ich habe ein schönes Leben, und in meinem kleinen Universum für mich genug erreicht, aber  von den, ich sag mal „klassischen Zielen“: Mann, Kind, Haus, Hund, Baum und in meinem Fall noch Weltreise, fehlt jegliche Spur. Hallo?! Manchmal fühlt sich das gut an und manchmal nervts. Und heute nervts. Die jangjährige Beziehung (mit der die besagten Ziele unter Umständen möglich gewesen wären, 6+ Jahre) gibt es nicht mehr. Und ich frage mich, wie lange es braucht, um damit im Reinen zu sein? Wie war das bei Euch? Ich bin jawohl nicht die Einzige, die nach knapp drei Monaten noch immer hin und her überlegt. Das Problem liegt wohl darin, dass ich das auch so entschieden habe; mehr oder weniger. Außerdem sind wir einigermaßen im Guten auseinander gegangen. Und er ist wirklich ein toller Mann. Einfacher ist es, wenn man sich nicht mehr leiden kann. Man sich nicht mehr riechen kann. Und bloß nicht an ihn denken möchte. Nope nicht mit mir. Ich bin da wohl ein komischer Typ, denn meine Gefühle haben sich bisher nicht verändert. Es sind nur andere dazu gekommen. Aber das soll ein anderes Mal diskutiert werden.

Es ist also nicht der Fall, dass ich Ihn bloß nicht mehr sehen möchte. Manchmal, ok bisher fast täglich, denke ich sogar daran, dass wenn ich nur ein kleines Zeichen seinerseits bekommen würde, dass noch Interesse besteht, ich rüberlaufen und alles wieder richten würde. Ich würde ihm zeigen, dass wir es wert sind nochmal richtig viel Power rein zu stecken um die sich nähernden kalten Jahreszeiten freudig und gemeinsam zu meistern. Und ja ich lege nicht so viel wert auf Satzbau und richtige Kommata, Gedankenfluss und so ist erstmal wichtiger.

Nun ratet mal bisher keine Reaktion seiterseits zu meinen Gedanken. Komisch. Und um den Kreis zu schließen, ratet mal, wer mir heute Nacht um 00:12 als Erster eine liebe Einhorn-Geburtstagsgrüße-Whatts App Nachricht schrieb? Jap genau. Er.

Wir werden sehen, also ich werde sehen, ob er meiner Einladung zur Afterwork-Geburtstagssause heute nach kommt. Auch hier gab es bisher keine Reaktion.

Wird der Ehrentag mit Geburtstagssause mit Freunden und Kollegen also noch der Knaller?

Es bleibt spannend.

 

Das Strandmädchen